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Lernbereich 4
Ökonomische Kompetemz

Ökonomische Kompetenz ist selbstverständlicher Bestandteil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung. Bereits im Grundschulalter können – anknüpfend an Erfahrungen aus dem eigenen Lebensumfeld – mit Erfolg Grundprinzipien der Wirtschaft vermittelt werden. Volks- und betriebswirtschaftliche Kenntnisse ermöglichen die Orientierung im wirtschaftlichen System, vermitteln Einsichten in Unternehmen und öffentliche Organisationen, erklären Grundlagen der Finanzwirtschaft und erleichtern somit die eigenverantwortliche Entscheidungsfindung im täglichen Leben, im Studium und in der Berufsplanung. Ökonomische Kompetenz ist von maßgeblicher Bedeutung für eine autonome Lebensgestaltung, für ein Leben in sozialer Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft.

 

Entwicklungsziele:

Altersgruppe I: 6 – 10 Jahre

Der Stipendiat

  • versteht einfache ökonomische Systemzusammenhänge (Bedeutung von Erwerbsarbeit, Bedeutung von Geld, Weg eines Produkts von der Erzeugung bis zur Entsorgung)
  • lernt an einem praktischen Beispiel Kosten und Nutzen abzuwägen
  • entwickelt grundlegendes Verständnis für den Zusammenhang und das Wechselspiel von Einnahmen und Ausgaben, Angebot und Nachfrage
  • lernt den Umgang mit Geld in altersgerechten Kontexten
  • kann eigene und fremde Bedürfnisse kategorisieren

 

Altersgruppe II: 11 – 14 Jahre

Der Stipendiat

  • kennt und versteht grundlegende Rahmenbedingungen der Wirtschaft
  • versteht den Zusammenhang und das Wechselspiel von Einnahmen und Ausgaben, Angebot und Nachfrage
  • kann Entscheidungen ökonomisch analysieren (im Hinblick auf Konsum, Vorsorge, Sparen, Berufswahl)
  • erforscht die Funktion von Märkten und Preisen
  • gewinnt Interesse an unternehmerischem Handeln

 

Altersgruppe III: 15 – 18 Jahre

Der Stipendiat

  • gewinnt Einblick in ökonomische Systemzusammenhänge (Wirtschaftsprozess, internationale Geld- und Güterkreisläufe, Auswirkungen haushaltspolitischer Entscheidungen)
  • kann Entscheidungen ökonomisch begründen: diskutiert komplexe Entscheidungssituationen in privaten und öffentlichen Haushalten und in Unternehmen
  • diskutiert Konflikte zwischen Individuen, Gesellschaft und Staat und findet Regeln dafür (Fairness, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit)
  • entwickelt eine Geschäftsidee, analysiert dazu den Markt, ermittelt den Kapitalbedarf und erkundet Finanzierungsmöglichkeiten
  • kann Konflikte und Dilemmata wirtschaftlichen Handelns perspektivisch und ethisch beurteilen