Umfrage: Deutsche wollen gerechte Chancen schon an der Grundschule

Eine von uns beauftrage Umfrage belegt, dass sich die Menschen in Deutschland mehr Förderung von sozial benachteiligten Kindern wünschen - und zwar schon im Grundschulalter. Dieses Stimmungsbild ermittelte das Institut für Demoskopie Allensbach im Juni 2019 unter mehr als 1200 Befragten. Dabei wurde auch untersucht, wie sich die Einstellung der Wohnbevölkerung allgemein von jener der Eltern von Kindern im schulpflichtigen Alter unterscheidet. Das Ergebnis ist eindeutig: Mehr Chancengerechtigkeit ist ein Thema, das allen Befragten am Herzen liegt. 59 Prozent der Gesamtbevölkerung und 64 Prozent der Eltern sind der Meinung, dass begabte Kinder mit schwierigen Startbedingungen schon in der Grundschule besonders gefördert werden sollten.

Fast zwei Drittel der Befragten unterstützen die Idee, solche Schulen finanziell besonders gut auszustatten, die von vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien besucht werden.

Bei der Frage nach den vordringlichsten Lernzielen an der Grundschule dachten die Deutschen zuallererst an die Sprachkompetenz: So waren 76 Prozent der Eltern und 72 Prozent der Gesamtbevölkerung der Meinung, ausländische Kinder mit Sprachproblemen sollten zusätzliche Deutschkurse erhalten. 83 Prozent der Gesamtbevölkerung nannten die Beherrschung der deutschen Sprache das wichtigste Lernziel an der Grundschule. Es liegt noch vor einer guten Allgemeinbildung (76 Prozent) und guten Mathekenntnissen (56 Prozent). 

"Die Menschen haben Sorge, dass uns wertvolle Talente schon in der Grundschule verloren gehen", kommentierte Stifter Prof. Dr. h.c. Roland Berger die Ergebnisse. Angesichts einer immer heterogeneren Schülerschaft sei das Engagement für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit aber dringlicher denn je: "Noch viel zu häufig entscheidet in Deutschland die Herkunft eines Kindes über dessen Bildungserfolg. Von 100 Akademiker-Kindern beginnen 74 nach bestandenem Abitur ein Studium, bei den Kindern aus nicht-akademischem Elternhaus sind es nur 21 von 100. Diese Schieflage dürfen wir nicht hinnehmen."

 

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