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Vier Jahre Profilschule Ingolstadt - Zwischenbilanz

SPERRFRIST MITTWOCH, 21. FEBRUAR 2018, 11.30 UHR

Im Schuljahr 2014/2015 ist Deutschlands erste öffentliche Profilschule in Ingolstadt an den Start gegangen. Nach knapp vier Jahren besuchen 76 Schülerinnen und Schüler – allesamt Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendiums der Roland Berger Stiftung – die Klassen drei bis acht. Fast alle Kinder haben einen Migrationshintergrund. Solange der Erweiterungsbau am Christoph-Scheiner-Gymnasium noch nicht fertiggestellt ist, werden die Grundschüler an der Grundschule Auf der Schanz unterrichtet. Am Mittwoch wurde in Ingolstadt Zwischenbilanz gezogen.

Ingolstadt, 21.2.2018 Noch zu häufig entscheidet in Deutschland die Herkunft eines Kindes über dessen Bildungserfolg. Nach Angaben der OECD können von 100 Akademikerkindern am Schulstart 77 nach bestandenem Abitur ein Studium beginnen. Ganz anders sieht es bei Kindern aus, deren Eltern keine Akademiker sind: Von 100 Kindern am Start schaffen das Abitur nur 23. Die Roland Berger Stiftung setzt seit nunmehr zehn Jahren mit dem Deutschen Schülerstipendium ein Zeichen für mehr Chancengerechtigkeit, in dem sie begabte, leistungswillige und engagementbereite Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen zur Allgemeinen Hochschulreife führt. Ihre Erfahrungen in der individuellen Förderung von bundesweit 700 Stipendiaten sind in das innovative Konzept der Profilschule Ingolstadt eingeflossen.

„Kein Talent verlieren“ – das ist das Ziel des einmaligen Kooperationsmodells zwischen dem Freistaat Bayern, der Stadt Ingolstadt, der AUDI AG und der Roland Berger Stiftung. Das Modell der Profilschule sieht Klassen mit maximal 18 Schülerinnen und Schülern vor, die ganztägig unterrichtet werden. Die Lehrkräfte werden durch zusätzliche Sozialpädagogen unterstützt. Alle Schülerinnen und Schüler  – zugleich Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendiums – werden durch das Bildungsprogramm mit Seminaren, Workshops, Coachings und Ferienakademien der Roland Berger Stiftung zusätzlich begleitet. Jeder Stipendiat erhält in enger Absprache mit den Lehrkräften einen individuellen Förderplan. Die Förderung beginnt ab der 3. Klasse Grundschule.

Für Ministerpräsident Horst Seehofer sind die Erfolge des Projekts beeindruckend. „Die Profilschule Ingolstadt ist ein beispielgebendes Projekt. Das Kind steht klar im Mittelpunkt. Im gemeinsamen Schulterschluss von Stiftung, Freistaat, Kommune und externen Sponsoren können die Schülerinnen und Schüler durch die individuelle Unterstützung und Förderung ihre besonderen Begabungen und Talente bestmöglich entfalten. So schaffen wir es, gemeinsam Ungeahntes möglich zu machen und einen optimalen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.“

Die ersten Jahrgänge der Grundschule sind bereits erfolgreich an das Christoph-Scheiner-Gymnasium übergetreten. Im Schuljahr 2016/17 waren es 14 von 15 Schülern.

Die individuelle Förderung setzt sich konsequent am Gymnasium fort. Das Konzept wurde in enger Absprache zwischen Schule und Stiftung kontinuierlich weiterentwickelt: Der Unterricht ist ganztägig rhythmisiert, am Nachmittag findet Intensiv-Förderunterricht in kleinen Lerngruppen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und in den Fremdsprachen statt. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 beginnt der Schultag in der ersten Stunde mit einer Förderzeit, die die Sozialpädagogen gestalten.

„Mit der Profilschule Ingolstadt ist es uns gelungen, ein wegweisendes Modell für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungswesen umzusetzen, ein Kernanliegen der Roland Berger Stiftung. Ich möchte mich sehr herzlich für die Unterstützung bei allen Partnern bedanken. Gemeinsam setzen wir hier ein starkes Zeichen dafür, dass die Herkunft eines Kindes nicht entscheidend für den Bildungserfolg ist“, betonte Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Stifter und Vorsitzender des Kuratoriums.

„Bei Audi sind wir stolz, das Erfolgsmodell der Profilschule zu unterstützen. Wir treten dafür ein, dass jedes Kind seine individuellen Talente voll entfaltet“, sagte Wendelin Göbel, Vorstand Personal und Organisation der AUDI AG. „In der Schule entscheidet sich zum großen Teil, wie gutIntegration gelingt. Die Lehrkräfte leisten einen entscheidenden Beitrag, in allen Einrichtungen, von der Grundschule bis zum Gymnasium.“

„Die Profilschule ist eine wichtige Bereicherung für unsere Schullandschaft“, betont Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel. „Gerade Kinder mit schwierigen Startbedingungen werden hier gefördert und auf dem Weg zum Abitur begleitet – für mich ein entscheidender Aspekt eines sozialen Ingolstadt. Ich möchte daher allen danken, die sich hier in so großartiger Weise engagieren. Die Stadt Ingolstadt als Sachaufwandsträger leistet gerne ihren Beitrag hierzu.“

Hinweis an die Presse: Pressebilder von der Veranstaltung finden Sie auf www.rolandbergerstiftung.org unter „Presse“.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Claudia Piatzer
Roland Berger Stiftung
Programmleiterin Bildungsförderung,
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
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claudia.piatzer@rolandbergerstiftung.org