Neues aus dem Deutschen Schülerstipendium

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Schülerstipendium

Pizza, Pasta & Cultura:

Für die Woche vom 11. bis 17. Juni hatte die italienische „Schwester“ der Roland Berger Stiftung - die Fondazione Roland Berger – 15 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Deutschland dazu eingeladen, an einem facettenreichen Programm unter dem Motto „Interkultureller Dialog“ teilzunehmen und bei vielfältigen Aktivitäten in Bologna und Ravenna in die italienische Kultur einzutauchen.

Herzlichst empfingen die Italiener in brütender Hitze uns Deutsche, nach anfänglicher Schüchternheit begannen die ersten Gespräche auf Englisch. Fortan war nur noch von einer Gruppe zu sprechen, die Bolognas faszinierende Sehenswürdigkeiten ansteuerte und auch fleißig fotografierte. Zwei Buspannen stellten Gruppendynamik und Geduld der Teilnehmer ein wenig auf die Probe, doch auch diese Zwischenfälle wurden mit Humor und Gelassenheit gemeistert.

Im Kloster „L’Eremo di Ronzano“ angekommen, stärkten wir uns mit einer landestypischen Mahlzeit, verbrachten den Abend als Gruppe und lernten bei Kennenlern-Spielen unsere Mitstipendiatinnen und Mitstipendiaten aus Bologna und Mailand immer besser kennen. Am nächsten Morgen begann die Seminareinheit „Selbstwirksamkeit/Integration“. Ziel war es, die echten oder vermeintlichen Unterschiede unserer Länder zu beschreiben und zu erörtern, wie Annäherung und Integration zweier Kulturen gelingen können.

Das Ergebnis der ersten Runde: Kommunikation und kulinarische Köstlichkeiten können hilfreich sein, um einander besser kennenzulernen. Im weiteren Verlauf der Woche beschäftigten wir uns mit weiteren Fragen zum Thema „Selbstwirksamkeit“. So lernten wir, dass der Mensch mit einer Zwiebel verglichen werden kann. Um das Innere zu sehen, müssen mehrere Schichten entfernt werden. Auch der Mensch verfügt über mehrere Schalen oder Schichten von Identität. Die Persönlichkeit liegt nicht unbedingt offen zutage, sondern muss „freigeschält“ werden. Dabei ist interessant zu hinterfragen, welche Schale welche Information enthält und welche Informationen ein Mensch im Umgang mit anderen zu zeigen bereit ist.

In einer anderen Seminareinheit befasste sich die italienisch-deutsche Stipendiatengruppe mit persönlichen Besitztümern, Gewohnheiten oder anderen als wesentlich empfundenen Eigenschaften, die es auf Fotos festzuhalten galt. In Zweierteams machte man sich Gedanken über persönliche Gegenstände, die man nicht missen möchte, über Errungenschaften und andere „Schätze“. Ebenfalls geteilt wurden erdachte Geschichten, Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Leben der Stipendiaten. 

Bei allem kamen Aktivitäten nicht zu kurz: Von Wanderungen in den Hügeln Bolognas über einen italienischen Kochkurs, Qi-Gong-Unterricht und der Besichtigung der Städte Bologna und Ravenna bis zur Abkühlung im adriatischen Meer wurde uns ein überaus abwechslungsreiches Programm geboten, an das wir gerne und mit großer Dankbarkeit zurückdenken. 

So ist Italien natürlich nicht nur „il paese di pizza e pasta“. Ob Deutschland sich als „Land der Brezen und Bratwurst“ herausstellt, werden die 15 italienischen Stipendiatinnen und Stipendiaten Ende August erfahren, wenn sie für eine Woche zu uns nach Deutschland kommen. Wir freuen uns sehr, unsere italienischen Freunde in München zu empfangen. Und wir bedanken uns im Namen aller Teilnehmer sehr herzlich bei allen, die uns dieses fantastische Austauschprogramm ermöglicht haben. 

John Stanojevic und Adrian Hasani