Wie geht es nach dem Stipendium weiter?

Sie sind wichtige Vorbilder und der beste Beweis dafür, dass es trotz schwieriger Lebensumstände sehr wohl möglich ist, ein Hochschulstudium aufzunehmen und sich in verantwortungsvollen Berufen zu bewähren: Die Alumni der Roland Berger Stiftung. Die Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendiums bleiben nach ihrem Schulabschluss – in der Regel das Abitur – weiterhin Teil der Stiftungsfamilie. Sie verstehen sich als Community, die sich gegenseitig in der akademischen, beruflichen und persönlichen Entwicklung mit Unterstützung der Stiftung berät und austauscht.

Das Alumni-Programm basiert auf vier Säulen:

Die erste Säule sind die Regionalen Treffen. Sie werden von den Alumni-Sprechern organisiert, von denen es in der Regel in jedem Bundesland zwei gibt. Diese Treffen sind themenorientiert und haben über den inhaltlichen Aspekt hinaus die Aufgabe, den Kontakt zwischen den regionalen Alumni zu fördern. Die zweite Säule stellen die zentralen Alumni-Treffen dar; zu ihnen werden alle Alumni vom Koordinator für das Alumni-Netzwerk mehrmals im Jahr zu gemeinsamen Veranstaltungen eingeladen. Und natürlich darf das Künstlerische nicht zu kurz kommen: Der Alumni-Chor ist die dritte Säule und fester Bestandteil bei feierlichen Veranstaltungen der Roland Berger Stiftung. Die vierte Säule hat eine tragende Bedeutung: Das sind die Alumni-Sprecher, die verantwortungsvoll und hoch engagiert an der Weiterentwicklung des Programms mitarbeiten sowie unverzichtbare Ansprechpartner der Stiftung sind.

Wertvolle Ratgeber sind die Alumni auch für die Stipendiatinnen und Stipendiaten - besonders, wenn es um Themen wie Studienorientierung oder Berufswahl geht. Sie geben ihnen wertvolle Tipps, wie sie sich beispielsweise in der für Stipendiaten völlig unbekannten Welt der Hochschulen zurechtfinden können.

Dank der Kooperation mit der Deutschen Universitätsstiftung erhalten die frisch gebackenen Alumni im so genannten „TANDEM“-Programm akademische Hilfestellung durch einen Mentor an ihrer Universität. Sie werden „an die Hand genommen“ und in die akademische Welt eingeführt - durch persönliche Beratung, Workshops oder auch Coachings. Die Betreuung durch TANDEM ist für die gesamte Dauer des Erststudiums vorgesehen - von den ersten Tagen an der Alma Mater bis zum Examen.

 

Aktuelles aus dem Alumni-Netzwerk

Alumni

27. – 29. September: Impulswerkstatt in Weimar

Das Ehemaligen-Netzwerk des Deutschen Schülerstipendiums wächst, dabei etablieren sich erste „Traditionen“: So kamen Ende September 2019 die Alumni bereits zum vierten Mal in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte in Weimar zusammen und machten miteinander und füreinander Programm.

In der Impulswerkstatt gestalteten sie ein facetten- und abwechslungsreiches Angebot. In Workshops und Seminaren setzten Referenten Impulse, die zum Nachdenken und Diskutieren anregten, zum Selbermachen und Ausprobieren. In jedem Fall weckte das Angebot die Begeisterung der Alumni. „Wir können jetzt nicht einfach aufhören - ich lerne gerade so viel fürs Leben dazu“, brachte ein Alumnus die allgemeine Stimmung unter den Ehemaligen auf den Punkt.

Die Bandbreite des Programms spiegelte die Vielfalt der Alumni, ihrer Berufs- und Studienwege und auch ihrer privaten Interessen wider: Ein Workshop informierte über ernährungsphysiologische Prozesse, eine andere Gruppe unternahm einen Streifzug durch zweieinhalb Jahrtausende Philosophiegeschichte und diskutierte über Freiheit bzw. Determinierung menschlichen Verhaltens.

In einem Workshop wurden die Mechanismen des „Machine Learning“ und dessen Rolle bei der Verfestigung von Stereotypen und Diskriminierungen beleuchtet, in einem anderen Setting konnten die Alumni beim Kalligraphieren ihrer gestalterischen Kreativität Raum geben. Beim „Code-Bau zu Babel“ erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Sprache des Programmierens, sie reflektierten unter dem Stichwort der „Emerging Adulthood“ die eigene Lebenssituation oder ließen sich auf eine Lektion Acroyoga ein. Bei allem blieb Zeit für intensive Gespräche und für die Pflege des individuellen und ganz persönlichen Netzwerks.

So wurde ein Programm mit vielfältigen Einblicken geboten. Ermöglicht wurde es durch das Engagement der Referentinnen und Referenten, die sich exzellent vorbereitet hatten und die Inhalte einer Gruppe mit einem sehr heterogenen fachlichen Hintergrund präsentierten. Ein großes Dankeschön an alle! Die Impulse sind angekommen und machen den Teilnehmern Lust auf mehr. Lust darauf, Anregungen in den Alltag zu integrieren, beim nächsten Treffen der Alumni wieder dabei zu sein und vielleicht auch, beim nächsten Mal durch einen eigenen Workshop neue Impulse zu setzen.

Von Stefan Drechsler