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"Interconnected" - Das Tanzprojekt zum Jubiläum der Roland Berger Stiftung 2018

Sie sind allesamt keine Tänzer, haben es alles andere als leicht in ihrem Leben, aber durch ihren Leistungswillen und ihre Begabung haben sie es nicht nur geschafft, Stipendiaten der Roland Berger Stiftung zu sein, sondern auch aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums der Roland Berger Stiftung ein einstündiges Tanzstück des international renommierten Community Dance-Workers und Tanzpädagogen Alan Brooks auf die Bühne des Münchner Prinzregententheaters zu bringen.

München, 6. April 2018: Schon seit Wochen fiebern fast 100 Stipendiaten der großen Premiere am Samstag, 7.April 2018, im Münchner Prinzregententheater entgegen. Mit ihrem Tanzstück „Interconnected“ bilden sie den Höhepunkt der 10-Jahres-Feier der Roland Berger Stiftung. Die Proben haben bereits im August 2017 begonnen. Die jüngste Tänzerin ist acht Jahre alt und besucht die dritte Klasse der Profilschule Ingolstadt, der älteste Teilnehmer ist ein 23-jähriger Alumnus. 

Künstlerische Jahresprojekte sind seit jeher ein Markenzeichen in der Förderung der Roland Berger Stiftung, die bundesweit 700 begabte und leistungswillige Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen individuell bis zum Abitur fördert. „Die Stipendiaten entdecken bisher unbekannte eigene Stärken, lernen an sich selbst zu glauben, über sich hinaus zu wachsen, diszipliniert und verlässlich in kleinen und großen Teams zu arbeiten. Darüber hinaus finden sie Zugang zu Kunst und Musik durch eigene Aktivität“, erklärte Stifter und Vorsitzender des Kuratoriums, Prof. Dr. h.c. Roland Berger am Freitag in München.

Die bisherigen Produktionen umfassen den Musicalklassiker „Der Zauberer von Oss“, in dem 80 Stipendiaten aus Bayern, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mitwirkten und mit dem 2010 am Münchner Gärtnerplatztheater sowie mit zwei Folgeaufführungen im Rahmen einer Tournee nach Krefeld und Berlin im Frühjahr 2011 der Startschuss zu den künstlerischen Jahresprojekten im Deutschen Schülerstipendium fiel, die musikalische Revue „Die Konferenz der Tiere“ nach Motiven von Erich Kästner an der Semperoper Dresden mit 150 Kindern und Jugendlichen aus Hessen, Sachsen und Thüringen (2012), das Musical „Turbulence“, das 70 Stipendiaten aus Berlin und Brandenburg unter Anleitung des amerikanischen Autors, Komponisten und Regisseurs Todd Fletcher kreiert haben und im Mai 2015 im ATZE Musiktheater Berlin präsentierten, und die Kinderoper „Eloise – An opera for young people“ von Karl Jenkins, die 100 Stipendiaten aus München, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Juli 2015 im Münchner Gasteig zur Aufführung brachten. 

Anlässlich des Jubiläums der Stiftung 2018 war die Idee, ein Stück auf die Bühne zu bringen, das die einzigartige Vielfalt der Stipendiaten zum Ausdruck bringt. Das heißt, dass Stipendiaten beginnend vom Grundschüler über den unbegleiteten minderjährigen Flüchtling bis zum Abiturienten und Alumnus - also unabhängig von Alter oder Sprachkenntnissen – mitmachen können. Mit dem Tanzprojekt „Interconnected“ ist dies gelungen.

„Interconnected“ erzählt nicht eineklassische Geschichte, sondern besticht durch die Interaktion der tanzenden Jugendlichen. Wie der Titel schon verrät, werden die unterschiedlichen Begegnungen, Situationen und Herausforderungen der Kinder und Jugendlichen tänzerisch miteinander verbunden. Es geht um Fragen wie Freundschaft, Zusammenhalt oder Lebensorientierung - Themen, die den Alltag von Kindern und Jugendlichen prägen.  

„Ich bin so froh, dass ,Interconnected‘ endlich Premiere feiert und wir allen zeigen können, wie fantastisch die Stipendiaten sind. Ich wollte nie, dass sie Rollen spielen, sondern ein Stück bauen, in dem sie sich selbst zeigen können und damit neue Seiten von sich selbst entdecken“, betonte Choreograph Alan Brooks und ergänzte: „Mein großes Glück ist, dass es zwischen der Arbeit der Roland Berger Stiftung und meiner Arbeit viele Parallelen gibt. Ich glaube, wir alle arbeiten mit jungen Menschen in der Hoffnung zusammen, dass sie uns irgendwann nicht mehr brauchen und stolz und selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. Das sie als Erwachsenen das, was sie in ihrem Leben gelernt haben an andere weitergeben und ihnen dabei helfen, ihre eigenen Träume zu erfüllen. Doch das ist natürlich alles leider nicht immer so einfach. Aber das Stück soll uns daran erinnern, dass man mit etwas Hilfe und Unterstützung Unglaubliches erreichen kann.“

Probenfotos zu „Interconnected“ finden Sie auf www.rolandbergerstiftung.org/presse/

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Roland Berger Stiftung
Barbara Kachelmann
Mobil: 0151/18045065
Mail: barbara.kachelmann(at)rolandbergerstiftung.org

Die Roland Berger Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Sie wurde von Prof. Dr. h.c. Roland Berger am 27. März 2008 gegründet. Die Roland Berger Stiftung ist mit einem Stiftungskapital von zunächst 50 Millionen Euro aus dem persönlichen Vermögen des Stifters dotiert und verfolgt zwei Zwecke. Beide dienen dem Ziel einer gerechteren Chancenverteilung: Mit dem regelmäßig verliehenen Roland Berger Preis für Menschenwürde ehrt die Stiftung Personen und Organisationen weltweit, die sich vorbildlich und erfolgreich für den Schutz der Menschenwürde einsetzen. Darüber hinaus fördert die Stiftung mit dem Deutschen Schülerstipendium begabte Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen auf ihrem Bildungsweg zum Abitur. 

Acht Alleinstellungsmerkmale zeichnen das Programm aus: 1. Frühe Förderung bereits ab der Grundschule: Kein anderes Stipendienprogramm fördert bundesweit Kinder im Grundschulalter und unterstützt sie bis zum Abitur. 2.Individuelle Förderung für jeden einzelnen Stipendiaten: Jeder Stipendiat erhält einen passgenauen Förderplan, der auf zehn Lernbereichen (wie beispielsweise Persönlichkeitsentwicklung und Werteorientierung oder Sprachkompetenz im Deutschen) und sieben methodischen Formaten (z. B. Workshops, Ferienakademien, Einzelcoachings) basiert und ihn gezielt nach seinen Begabungen und Bedürfnissen unterstützt. 3. Jeder Stipendiat wird fit für die digitale Welt gemacht und lernt Programmieren und Codieren. 4. Die Stipendiaten werden von ehrenamtlichen Mentoren begleitet. Derzeit sind rund 300 Mentoren aktiv. 5. Im Mittelpunkt steht die 360-Grad-Förderung jedes einzelnen Stipendiaten, basierend auf den Begriffen „Wissen-Werte-Persönlichkeit“. 6. Die Förderung gründet auf drei Modellen: als Einzelstipendium im ganzen Bundesgebiet, in der Profilschule Ingolstadt und in Kooperation mit 50 Partnerschulen in Deutschland. 7. Die Stiftung kooperiert eng mit allen Landesregierungen, Schulbehörden und öffentlichen Schulen. 8. Das Förderprogramm wurde durch das Bayerische Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) sowie von der Freien Universität Berlin evaluiert. Zudem wird das Programm mit einem stiftungseigenen Diagnosesystem bewertet und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse regelmäßig weiterentwickelt.

Seit 2015 engagiert sich die Roland Berger Stiftung zusätzlich für jugendliche Flüchtlinge: Auf Grundlage des Deutschen Schülerstipendiums erarbeitet die Stiftung Bildungsprogramme für junge Flüchtlinge und betreut sie als freier Träger der Jugendhilfe.