Die Preisträger 2013

Mit einer Rede zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte eröffnete Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert am 16. April 2013 die fünfte Verleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde, die erstmals im Jüdischen Museum Berlin stattfand. In diesem Jahr hat die Roland Berger Stiftung drei Personen und Organisationen ausgezeichnet, die sich mutig und unermüdlich für die Würde und Rechte von Frauen in Indien, Pakistan und Afghanistan einsetzen: Die indische Nichtregierungsorganisation "Jagori", die pakistanische Anwältin Dr. Asma Jahangir († 2018) und das "Afghan Women's Network". Das Jüdische Museum Berlin mit seinem damaligen Direktor Prof. W. Michael Blumenthal erhielt einen Ehrenpreis. 


Jagori

Die indische Nichtregierungsorganisation „Jagori“, vertreten durch Suneeta Dhar und Kalpana Viswanath, erhielt den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 für den langjährigen und erfolgreichen Einsatz für Frauenrechte in Indien. Die Organisation verhilft Frauen zu Bildung, leistet Hilfestellung, Schutz und Beratung für Opfer von Gewalt und wirkt auf den politischen Gesetzgebungsprozess ein, um die Diskriminierung von Frauen zu beenden. Durch ihr umfangreiches Engagement hat Jagori die Situation der Frauen in Indien bereits maßgeblich verändert.
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Dr. Asma Jahangir

Die pakistanische Anwältin Dr. Asma Jahangir erhielt den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 für ihren langjährigen und engagierten Kampf für Frauenrechte in Pakistan. Als Vertreterin von bekannten Regimekritikern, Mitbegründerin der pakistanischen Menschenrechtskommission und international renommierte Verfechterin von Frauenrechten hat Dr. Jahangir maßgeblich dazu beigetragen, die Situation für Frauen in Pakistan und über die Grenzen hinaus zu verbessern.
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Afghan Women’s Network

Das „Afghan Women’s Network“, vertreten durch Hasina Safi und Leeda Yacoobi, erhielt den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 in Anerkennung für die langjährigen Bemühungen um Frauenrechte in Afghanistan. Das unparteiische Netzwerk bringt verschiedene Akteure zusammen und setzt sich für Chancengleichheit von Frauen in der nationalen afghanischen Gesetzgebung ein.
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Jüdisches Museum Berlin

Das Jüdische Museum Berlin mit seinem Direktor Professor W. Michael Blumenthal erhielt den Roland Berger Ehrenpreis für Menschenrechte 2012/13 für sein vorbildliches Engagement bei der Erinnerung und Erforschung eines der größten Verbrechen gegen die Menschenwürde überhaupt. Als zentraler Ort für die Dokumentation, Diskussion und Integration jüdisch-deutschen Lebens trägt das Jüdische Museum Berlin heute aus Deutschland heraus entscheidend dazu bei, dass die Würde des Menschen überall in der Welt respektiert, geschützt und nie wieder verletzt wird. Das Preisgeld kam der pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeit der neu gegründeten Akademie des Jüdischen Museums zugute.
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Bilder von der Preisverleihung 2013