Die Preisträger 2009

Am 21. April 2009 fand die zweite Verleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde statt, wiederum im feierlichen Ambiente des Konzerthauses am Gendarmenmarkt. Preisträger waren die iranische Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin Ebadi und die internationale Organisation Reporter ohne Grenzen. Die Laudatio auf den Preisträger Reporter ohne Grenzen hielt Georg Mascolo, damals Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler zeichnete die Preisträger aus.


Dr. Shirin Ebadi

Dr. Shirin Ebadi tritt als Rechtsanwältin, Schriftstellerin und Universitätsprofessorin seit knapp 40 Jahren für Menschenrechte ein, insbesondere für Frauen und Kinder. Wegen ihrer Arbeit werden Shirin Ebadi und ihre Familie immer wieder öffentlich diffamiert und bedroht. Im Dezember 2008 wurde ihre Nichtregierungsorganisation, das "Defenders of Human Rights Center", geschlossen. Im Januar 2009 versammelte sich eine aufgebrachte Menschenmenge vor ihrem Haus und bedrohte ihr Leben. Trotz aller Repressalien ist Dr. Shirin Ebadi nicht bereit, ihre Aktivitäten als Anwältin im Namen der Menschenrechte aufzugeben.

Die Roland Berger Stiftung hofft, dass andere Dr. Shirin Ebadis Beispiel folgen und ihre Stimme für den Schutz der Menschenrechte erheben.


Reporter ohne Grenzen

Meinungs- und Pressefreiheit begründen und garantieren Meinungsbildung und Meinungsaustausch in einem demokratischen Staatswesen. Vielerorts ist die Pressefreiheit eingeschränkt und Journalisten und ihre Angehörigen werden bedroht. Die internationale Organisation "Reporter ohne Grenzen – für Pressefreiheit" recherchiert, dokumentiert und publiziert Einschränkungen weltweit. Sie setzt sich ein für den umfassenden Schutz von Journalisten und deren Angehörigen, auch juristisch und finanziell.

Die Roland Berger Stiftung wünscht, dass diese herausragenden Leistungen im Dienste der Allgemeinheit die nötige Aufmerksamkeit erhalten, um das hohe Gut der Pressefreiheit als eines der wesentlichen Menschenrechte und damit den freien Meinungsaustausch zu befördern.

Bilder von der Preisverleihung 2009