Im Zeichen der Menschenwürde

Mit dem Roland Berger Preis für Menschenwürde würdigt die Roland Berger Stiftung weltweit Menschen und Organisationen, die sich konsequent dem Kampf gegen jede Verletzung der Menschenwürde verschrieben haben. 

Aus Sorge um die gesellschaftlichen Entwicklungen in Europa – den   besorgniserregenden Tendenzen auch in unserem Land - hat das Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung in diesem Jahr die drei Preisträger ausgesucht, um ein klares Signal für ein weltoffenes, demokratisches und menschenwürdiges Europa zu setzen. 


Dr. Adam Bodnar

Das Büro des Beauftragten für Bürgerrechte der Republik Polen und dessen Leiter Dr. Adam Bodnar erhalten den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2019 für beispielhaftes Engagement. Trotz persönlicher und politischer Anfeindungen ist es Herrn Bodnar und seinen Mitarbeitern gelungen, die ihnen von der Verfassung zugewiesene Rolle als Bewahrer der Freiheits- und Bürgerrechte weithin sichtbar und mit Erfolg auszufüllen. Seit seiner Ernennung durch das polnische Parlament im Jahr 2015 ist Bodnar zu einer starken Stimme der polnischen Zivilgesellschaft geworden. In Zeiten der Polarisierung und des Erstarkens nationalistischer Töne sind Menschen wie Adam Bodnar für die Demokratie in Europa unverzichtbar. 


Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage von Aktion Courage e.V.

Das Programm Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage von Aktion Courage e.V. erhält den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2019 für seinen nachhaltigen Einsatz gegen Rassismus und Ausgrenzung. Seit 1995 unterstützt das in Deutschland tätige Netzwerk Schulen, die sich verpflichten, aktiv gegen Rassismus in den eigenen Reihen vorzugehen. Angesichts des Anstiegs rassistisch, extremistisch und antisemitisch motivierter Gewalt in unserer Gesellschaft leistet Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage von Aktion Courage e.V. nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Prävention. Das Programm zeigt auch, welche Reaktionen und Strategien erforderlich sind, um Phänomenen wie Hate Speech oder Cyber-Mobbing an unseren Schulen den Boden zu entziehen.


#ichbinhier e.V.

Die Organisation #ichbinhier e.V. erhält den Roland Berger Preis für Menschenwürde 2019 für ihr Engagement gegen Hassrede und Falschbehauptungen auf der Internet-Plattform Facebook. Dank vieler ehrenamtlicher Mitglieder, die sich namentlich mit ihren Posts gegen Hate Speech und Fake News zu Wort melden, ist #ichbinhier zu einer viel beachteten Größe im Netz geworden. Die 2016 gestartete Initiative lädt jeden User ein, sich aus dem anonymen Schwarm der Nutzer zu lösen und für eine faire und demokratische Diskussionskultur einzutreten. Damit leistet #ichbinhier e.V. einen wertvollen Beitrag gegen Populismus, Rassismus und Nationalismus in den sozialen Medien. 

News

Die Roland Berger Stiftung steht in engem Kontakt zu ihren bisherigen Preisträgern und berichtet regelmäßig über deren aktuellen Projekte. Hier können Sie sich über die Menschenrechtsarbeit unserer Preisträger informieren und alle News rund um den Roland Berger Preis für Menschenwürde nachlesen.

alle News

19.08.2018 Menschenwürdepreis
Wir trauern um Kofi Annan

Die Roland Berger Stiftung trauert um Kofi Annan, den langjährigen Vorsitzenden des Preisvergabekomitees für den Roland Berger Preis für Menschenwürde.

25.06.2018 Menschenwürdepreis
Mazen Darwish erhält Shalompreis der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Erfolgreicher Einsatz für die Menschenrechte in Syrien: das von Mazen Darwish gegründete Zentrum für Meinungsfreiheit erhielt den Shalompreis der Katholischen Universität Eichstätt.

14.02.2018 Menschenwürdepreis
Wir trauern um unsere Preisträgerin des Jahres 2013 Dr. Asma Jahangir

Über Jahrzehnte hinweg setzte sich die pakistanische Anwältin Dr. Asma Jahangir, Preisträgerin des Roland Berger Preises für Menschenwürde 2013, für die Rechte von Frauen, Minderheiten und Kindern ein. Jetzt ist Asma Jahangir im Alter von 66 Jahren gestorben. Die Roland Berger Stiftung und ihr Stifter trauern um ihre Preisträgerin.

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