Reportage „37 Grad“ über Alumnus Kevin Franzeck

Am 7. Januar um 23.00 Uhr sendete das ZDF in seiner Reportage-Reihe „37 Grad“ einen Film über drei junge Menschen, die sich eine gute Ausbildung hart erkämpfen müssen und dabei wenig oder keine Unterstützung von ihrer Familie erwarten dürfen. Wie Kevin, dessen Mutter alleinerziehend und alkoholkrank war. Der Beitrag zeigt ihn u.a. lernend in seiner Studentenbude und auf dem Campus. Im Film reflektiert er seinen Weg und spricht über seine persönliche Entwicklung, die auch dank seines Schülerstipendiums möglich war.


Kevin Franzeck war von 2010 bis 2018 Stipendiat der Roland Berger Stiftung. Heute studiert er im 3. Semester Pharmazie an der Philipps-Universität Marburg und ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Eine Erfolgsstory? Bis hierhin auf jeden Fall. Trotz vieler Sorgen im Elternhaus hat Kevin nie aufgegeben und sich anspruchsvolle Ziele gesteckt.


Dass Kevin für die Naturwissenschaften brennt und später am liebsten an der Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie tätig sein möchte, wird in der ruhig und achtsam erzählten Reportage des TV-Journalisten Jörg Stolpe deutlich. Wichtig war für den Alumnus aber auch, dass er sich durch das Stipendium und seine Mentorin Welten erschließen konnte, die er sonst vermutlich nicht kennengelernt hätte: Theater- und Museumsbesuche, auch das eigene Mitwirken an Bühnenaufführungen haben ihn geprägt und gestärkt.

Der Titel „Allein nach oben“, den das ZDF für diesen Film über „Bildungsaufsteiger“ gewählt hat, trifft auf Kevin deshalb nicht ganz zu. Bei allen drei Protagonisten handelt es sich jedoch um begabte junge Menschen, die von ihren Eltern keine Hilfe in schulischen Dingen erwarten konnten. 

So lernen wir den Schüler Robin aus Köln kennen, der vom Gymnasium geflogen ist und es jetzt über den „Umweg“ Realschule und Fachabitur schaffen will. Und dann ist da noch Nejla aus Gelsenkirchen, die als Kind kurdischer Eltern erst einmal auf der Hauptschule landete. Heute unterrichtet sie als Lehrerin selbst Kinder mit Migrationshintergrund.

Wer den Sendetermin verpasst hat, kann den Beitrag noch einige Monate in der Mediathek des ZDF ansehen.

Bild: Björn Tessnow