Die Preisverleihung

Am 24. Januar 2020 wurde zum achten Mal der Roland Berger Preis für Menschenwürde verliehen. Preisträger ist der Verein ichbinhier e.V., der sich gegen Hassrede und gezielte Falschinformationen im Internet engagiert.

Bei einer Feier im Münchner Spatenhaus am Opernplatz nahm der Gründer und Hamburger Unternehmer Hannes Ley die Auszeichnung von Prof. Dr. h.c. Roland Berger entgegen. Eine Reihe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleitete Ley an diesem Abend.

Der Kampf gegen Hassrede geht alle an. Dazu sprach auch Bayerns Justizminister Georg Eisenreich, der eine Verschärfung des Strafrechts und eine konsequentere Verfolgung von Hatespeech durch die Staatsanwaltschaften angekündigt hat.

Die Gäste des Abends waren sich einig: Das Thema der Verleihung hätte aktueller nicht sein können. 

 


Preisträger Hannes Ley von ichbinhier e.V. (Mitte) mit Stifter Prof. Dr. h.c. Roland Berger und dem Bayerischen Staatsminister der Justiz, Georg Eisenreich.


Prof. Roland Berger dankte allen anwesenden Gästen: „Seien Sie alle herzlich willkommen zu unserer diesjährigen Preisverleihung in München, der Heimatstadt unserer Stiftung. (…) Thema der heutigen Verleihung ist der demokratische Diskurs in unserer freiheitlichen Gesellschaft. Wie weit geht Meinungsfreiheit? Welche Beleidigungen müssen wir alle, insbesondere aber Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens hinnehmen?“


Hannes Ley von ichbinhier e.V. warnte in einer sehr persönlichen und emotionalen Dankesrede davor, dass der Respekt vor der Würde des Menschen keine Selbstverständlichkeit mehr sei: „Nicht nur in den sozialen Medien, dem Spiegel der analogen Gesellschaft, sondern auch bei öffentlichen Veranstaltungen und Demonstrationen erleben wir erschreckende Ausmaße an entwürdigender Sprache.“


Staatsminister Georg Eisenreich würdigte bürgerschaftliches Engagement gegen Hassrede und üble Nachrede im Netz. Er machte aber auch deutlich, dass die Politik gefordert sei: „Es darf keine rechtsfreien Räume geben – auch nicht in den sozialen Medien. Der Staat muss durchgreifen, wo Recht verletzt wird. Der Kampf gegen Hassrede ist Extremismusbekämpfung.“


Kamen aus allen Städten und Regionen Deutschlands nach München, um die Ehrung ihres großen Engagements entgegen zu nehmen: Die ehrenamtlichen Moderatorinnen und Moderatoren von ichbinhier e.V. mit Gründer Hannes Ley (ganz links) und Stifter Prof. Roland Berger (3.v.l.)


Freude über die Auszeichnung, das Wiedersehen und über die gelungene Festveranstaltung: Die Mitstreiterinnen und Mistreiter von ichbhinhier e.V. sind zwar ständig online miteinander in Kontakt, sehen sich aber nur zu bestimmten Anlässen. Der Verein agiert deutschlandweit und hält Kontakt zu elf europäischen Schwester-Organisationen.


Preisträger Hannes Ley freute sich über die Wertschätzung seiner Initiative und der jahrelangen Arbeit von ihm und den Aktivistinnen und Aktivisten.


Lauschten der Laudatio von Stifter Prof. Roland Berger: Kuratoriumsmitglied und Staatsminister a.D. Prof. Harald Braun, Regina Pötke, Vorstand der Roland Berger Stiftung, Staatsminister Georg Eisenreich und Preisträger Hannes Ley..


Kuratoriumsmitglied Georg von Werz im Austausch mit Hannes Ley.


Nachhaltige Kooperation: Preisträger Hannes Ley im Gespräch mit Barbara Loos, Leiterin des Mentorenprogramms im Deutschen Schülerstipendium. ichbinhier e.V. wird mit seinen Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche in Zukunft auch das Curriculum des Schülerstipendiums bereichern.

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