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Digitalisierung – die neue Basiskompetenz in der Bildungsförderung

Sie setzen mit dem Calliope-Mini-Computer kleine Roboterfahrzeuge in Gang, entwickeln eine App mit Freizeitangeboten in der Umgebung, lernen die Programmiersprache „Python“ oder nutzen E-Learning-Programme: Die Stipendiaten des Deutschen Schülerstipendiums werden fit gemacht für die digitale Welt von morgen. Dazu hat die Roland Berger Stiftung ein Curriculum zur Förderung digitaler Kompetenzen über alle Altersstufen entwickelt, das für jeden ihrer Stipendiaten – vom Grundschüler bis zum Abiturienten – verpflichtend ist. Parallel dazu unterstützt die Stiftung ihre 50 Partnerschulen in ganz Deutschland auf dem Weg zur digitalen Schule. Das Ziel formuliert Stifter Prof. Dr. h.c. Roland Berger wie folgt: „Innerhalb von drei Jahren müssen für unsere Partnerschulen der Einsatz digitaler Medien und in Digitalisierung ausgebildete Lehrer selbstverständlich zum Unterrichtsalltag gehören.“

München, 19. März 2018: Durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche steigt die Bedeutung digitaler Kompetenzen rasant an. Die Roland Berger Stiftung nimmt diese Herausforderung an und qualifiziert ihre Stipendiaten umfassend für die digitale Welt. Neben dem altersgerechten Erlernen von Programmiersprachen und Codieren geht es auch um die Vermittlung von Medienkompetenz sowie Werteorientierung, damit die Kinder und Jugendlichen eigenverantwortlich und kritisch mit digitalen Technologien umgehen, sich sicher im Netz bewegen und sich aktiv schützen können. Bei der Umsetzung wird die Stiftung von kompetenten Partnern unterstützt, wie beispielsweise von der Code+Design-Initiative, der helliwood media & education und dem Fraunhofer Institut, die Seminare und Workshops für die Stipendiaten veranstalten.

Ein Curriculum für Grundschüler

Das Curriculum für Grundschüler sieht beispielsweise vor, dass sie kindgerecht an das Programmieren herangeführt werden. Dazu nutzen sie den Minicomputer Calliope, der zum Beispiel Zahlen auf einem LED-Feld anzeigt, Töne oder Musik abspielt und eine angeschlossene Glühlampe ein- und ausschalten kann. Darüber hinaus nutzen sie ganz selbstverständlich altersgerechte Lernprogramme wie beispielsweise „Antolin“, um individuell ihre Lese- und Sprachkompetenz zu verbessern.

Der Europäische Computerführerschein für die älteren Stipendiaten

Mit dem Alter steigen die Anforderungen: Die älteren Stipendiaten kennen und nutzen unterschiedliche E-Learning-Programme, erwerben den Europäischen Computerführerschein und programmieren selbstständig Apps. Ende April etwa veranstaltet die Stiftung in Kooperation mit der Code&Design Initiative ein viertägiges Programmier-Camp für 50 Stipendiaten zwischen 14 und 20 Jahren, das im „Hackathon“-Format stattfindet. Die Teilnehmer stellen am ersten Tag ihre digitalen Projektideen vor; bis zur Abschlusspräsentation entwickeln die einzelnen Gruppen aus ihren Ideen Konzepte oder Prototypen bis hin zu fertiger digitaler Soft- oder Hardware.

Große Bandbreite der digitalen Ausstattung und Kompetenz an deutschen Schulen

Um ihre 50 Partnerschulen in ganz Deutschland auf dem Weg zur digitalen Schule zu unterstützen, untersucht die Stiftung derzeit den Bedarf dieser Einrichtungen. „Dies bietet uns die große Chance, einen realistischen Überblick über die digitale Wirklichkeit an deutschen Schulen zu erhalten“, meint Stifter Roland Berger. Die Roland Berger Stiftung erhält Informationen aus erster Hand über die Ausstattung der Schulen, den Einsatz digitaler Medien im Unterricht, medienpädagogische Konzepte, die Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die technische Wartung der IT-Ausstattung. Erste Rückmeldungen zeigen eine enorme Bandbreite: Von Schulen, deren Klassenzimmer bereits mit Whiteboards ausgestattet sind und die selbstverständlich interaktive Lerntagebücher im Unterricht einsetzen, bis hin zu Schulen, die sich im digitalen Niemandsland befinden, weil selbst ein funktionierender Internetanschluss fehlt.

Die Stiftung will die Schulen individuell bei der Umsetzung digitaler Konzepte begleiten, Fortbildungen für Lehrkräfte anbieten und sich bei den politisch Verantwortlichen sowie den Kommunen als Sachaufwandsträger für die Schulen stark machen, damit diese schnell und unbürokratisch unterstützt werden. „Wir haben das Ziel, dass die Partnerschulen der Roland Berger Stiftung wenn irgend möglich bereits innerhalb von einem Jahr den Anforderungen einer digitalen Schule entsprechen“, so der Stifter.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Susanne Horstmann
Managing Director
WMP EuroCom AG, München
T. +49 89 2488 331 - 00/02
Mobil: + 49 / 160 / 99 88 00 99

Claudia Piatzer
Programmleiterin Bildungsförderung,
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Roland Berger Stiftung

Mobil: + 49 / 151/ 180 450 55
Email:  claudia.piatzer(at)rolandbergerstiftung.org

Die Roland Berger Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Sie wurde von Prof. Dr. h.c. Roland Berger am 27. März 2008 gegründet. Die Roland Berger Stiftung ist mit einem Stiftungskapital von zunächst 50 Millionen Euro aus dem persönlichen Vermögen des Stifters dotiert und verfolgt zwei Zwecke. Beide dienen dem Ziel einer gerechteren Chancenverteilung: Mit dem regelmäßig verliehenen Roland Berger Preis für Menschenwürde ehrt die Stiftung Personen und Organisationen weltweit, die sich vorbildlich und erfolgreich für den Schutz der Menschenwürde einsetzen. Darüber hinaus fördert die Stiftung mit dem Deutschen Schülerstipendium begabte Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen auf ihrem Bildungsweg zum Abitur. Seit 2015 engagiert sich die Roland Berger Stiftung zusätzlich für jugendliche Flüchtlinge: Auf Grundlage des Deutschen Schülerstipendiums erarbeitet die Stiftung Bildungsprogramme für junge Flüchtlinge und betreut sie als freier Träger der Jugendhilfe.