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Else Kröner Fellowship gestartet

Am 5. Februar 2020 kamen die Fellows im Alter von 15 bis 18 Jahren aus allen Teilen Deutschlands ins Klinikum rechts der Isar, um im Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München (TUM) ihre Aufnahme-Urkunden entgegen zu nehmen. Überreicht wurde Ihnen das Dokument von Dr. Alexander Lehmann von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und unserem Vorstand Regina Pötke. Die Fellowship ist eine Kooperation beider Stiftungen und bundesweit einzigartig: Nirgendwo sonst werden junge Menschen mit dem Studienwunsch Medizin schon an der Mittel- bzw. Oberstufe gefördert.

Vor der feierlichen Aufnahme in die Fellowship hatten die jungen Frauen und Männer im Simulationszentrum des Medical Training Center der TUM Hand anlegen dürfen. Dort, wo auch Medizinstudenten an anatomischen Puppen und mit echter Medizintechnik erste praktische Handgriffe üben: So konnten die Fellows Personen intubieren, in einem voll ausgestatteten OP-Saal Prozess und Technik einer Narkose-Einleitung simulieren und mit einem Laparoskop ihre Geschicklichkeit bei einem minimalinvasiven Eingriff in den Bauchraum unter Beweis stellen.

„Was motiviert mich eigentlich, Mediziner zu werden“, fragte am Nachmittag Prof. Pascal Berberat von der TUM in seinem Vortrag und ermutigte die Fellows, sich ehrlich selbst zu erforschen. Fernsehserien wie Grey’s Anatomy oder Emergency Room seien für so manchen Mediziner die erste Inspirationsquelle gewesen, sagte der Chirurg, der den Lehrstuhl für Medizindidaktik und Bildungsforschung am TUM Medical Education Center bekleidet. Berberat: „Es ist in Ordnung, wenn Sie solche Vorbilder haben. Sie sollten nur bereit sein, Ihr Bild, Ihre Erwartungen und Wünsche immer wieder an die Realität anzupassen und zu reflektieren, ob dieser spezielle Beruf wirklich für Sie passt.“

Mit einer interaktiven Gesprächsrunde im Rahmen des Programms „LET-ME zur kreativen Kultivierung ärztlicher Professionalität“ ging es bei der Auftakt-Veranstaltung weiter. Dabei stand die eindringliche Bitte von Prof. Berberat im Vordergrund, sich trotz des anspruchsvollen Studiums und einer ebenso faszinierenden wie zeitintensiven Tätigkeit nie völlig vom Beruf „auffressen“ zu lassen. „Spielen Sie weiter ein Instrument, machen Sie weiter Sport, gehen Sie ins Theater, ins Konzert und ins Kino. Bleiben Sie Mensch“, bat Berberat die Fellows, „nur so können sie empathisch auf die Menschen eingehen, die Ihre Patienten sein werden.“

Dass der Weg zum Traumberuf noch einige Höhen und Tiefen hat, machte das Round-Table-Gespräch mit drei praktizierenden Ärztinnen des Klinikums rechts der Isar sowie drei noch in der Ausbildung stehenden Medizinern deutlich. Auf die persönliche Vorstellung der sechs folgte eine lebhafte Fragerunde. Die Else Kröner Fellows wollten Informationen zum bundesweiten Medizinertest TMS, zu den Erfordernissen diverser Facharztausbildungen und zur Arbeitskultur an Kliniken. „Es ist eine fordernde Aufgabe, man verbringt viele Stunden in der Klinik“, sagte die 39-jährige Gynäkologin in der Runde und lächelte: „Deshalb muss der Beruf einem wirklich Spaß machen. Ich persönlich würde immer wieder Ärztin werden wollen."

mehr Informationen zur Else Kröner Fellowship
Barbara Kachelmann
Projektleiterin Else Kröner Fellowship im Deutschen Schülerstipendium

Roland Berger Stiftung
Lehrer-Wirth-Str. 4, 81829 München

Telefon 0151 180 450 65
barbara.kachelmann@rolandbergerstiftung.org

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