Die Preisverleihung 2015

Zum sechsten Mal wurde am 29. April 2015 der Roland Berger Preis für Menschenwürde verliehen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung stand aus aktuellem Anlass das Thema Flüchtlinge. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hielt die Laudatio, gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission Prof. Dr. Romano Prodi, Mitglied im Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung, und Stifter Prof. Dr. h.c. Roland Berger zeichnete er die Preisträger aus. 

In seiner Laudatio würdigte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das unermüdliche Engagement der drei Preisträger: „Mehr als 50 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele, wie seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nicht mehr. Jeder Einzelne hat eine eigene schmerzvolle Geschichte zu erzählen. Die Preisträger des Roland Berger Preises für Menschenwürde hören diese Geschichten mit eigenen Ohren. Denn sie helfen vor Ort. Ihr Engagement mahnt uns alle, dass uns  das Schicksal von Flüchtlingen nicht kalt lassen darf. In diesen Zeiten von Flucht und Vertreibung brauchen wir den Mut, den diese Helfer täglich unter Beweis stellen.“ 

Über die Auswahl der diesjährigen Preisträger sagte Stifter Prof. Dr. h.c. Roland Berger: „Die Flüchtlingsthematik ist zweifellos eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Allein in den vergangenen zwei Wochen mussten wir miterleben, wie tragische Bootsunglücke das Leben von über 1000 Flüchtlingen forderten, die auf dem Weg nach Europa waren. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger sind drei beeindruckende Vorbilder, wie man sich nachhaltig und erfolgreich für den Schutz dieser Flüchtlinge einsetzen oder sogar einer Flucht vorbeugen kann.“