Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Roland Berger Preis für Menschenwürde 2012/13 - Verleihung im Jüdischen Museum Berlin

Preisverleihung 2013 im Jüdischen Museum Berlin

Mit einer Rede zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte eröffnete Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert am 16. April 2013 die fünfte Verleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde, die erstmals im Jüdischen Museum Berlin stattfand. Auf dem Podium diskutierten unter anderem die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, sowie der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag, Tom Koenigs, über Frauenrechte in der globalisierten Welt.

In diesem Jahr hat die Roland Berger Stiftung drei Personen und Organisationen ausgezeichnet, die sich mutig und unermüdlich für die Würde und Rechte von Frauen in Indien, Pakistan und Afghanistan einsetzen: Die indische Nichtregierungsorganisation "Jagori", die pakistanische Rechtsanwältin Dr. Asma Jahangir und das "Afghan Women's Network".

Die drei Frauenrechtsorganisationen werden ihr Preisgeld satzungsgemäß für Projekte verwenden, die geeignet sind, in Not geratene Frauen zu unterstützen und ihre Situation weiter zu verbessern.

Erstmals hat die Roland Berger Stiftung auch einen Ehrenpreis verliehen: Vertreten durch den heutigen Direktor Professor W. Michael Blumenthal, erhielt das Jüdische Museum Berlin den Roland Berger Ehrenpreis für Menschenwürde 2012/13. Damit würdigt die Roland Berger Stiftung dessen vorbildliches Engagement für die Erinnerung an den Holocaust und die Erforschung eines der größten Verbrechen gegen die Menschenwürde.

Die Laudatio auf die Preisträger „Jagori“, Dr. Asma Jahangir und das „Afghan Women’s Network“ hielt die Ärztin und Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler, selbst Mitglied im Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung. Laudator auf das Jüdische Museum war Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble.

Mehr als 350 hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien waren zur Verleihung des Roland Berger Preises für Menschenwürde 2012/13 gekommen. Erstmals fand die Veranstaltung im Jüdischen Museum Berlin statt.

„‚Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt.’ Prominenter, stärker, unmissverständlicher und anspruchsvoller kann man den Stellenwert der Menschenwürde in einer Verfassung nicht formulieren, als dies im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland der Fall ist“, sagte Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert anlässlich der Preisverleihung. „Gerade und ausdrücklich vor diesem Hintergrund setzt der Roland Berger Preis für Menschenwürde wichtige Zeichen. Denn immer noch werden täglich Menschenrechte und damit die Würde von Menschen weltweit millionenfach angetastet, missachtet, mit Füßen getreten. Dies betrifft auch und insbesondere Frauen. Deswegen begrüße ich sehr, dass der diesjährige Preis herausragende Frauenrechtlerinnen und Frauenrechtsorganisationen aus Indien, Pakistan und Afghanistan würdigt.“

„Heute ehren wir zum fünften Mal vorbildliches Engagement für Menschenwürde und Menschenrechte“, sagte der Stifter, Prof. Dr. h.c. Roland Berger. „Aus aktuellem Anlass stellen wir die diesjährige Preisverleihung unter ein Thema, das durch die brutale Vergewaltigung einer Studentin in einem Linienbus von Neu-Delhi am 16. Dezember 2012 in den Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit gerückt ist: Die Würde der Frauen im Kampf um ihre Rechte. Vor diesem Hintergrund hat das Preisvergabekomitee der Roland Berger Stiftung entschieden, den Roland Berger Preis für Menschenwürde in diesem Jahr an drei Personen und Organisationen zu verleihen, die sich mutig und unermüdlich für die Würde und die Rechte von Frauen einsetzen. Sie konnten mit ihrer Arbeit in ihren Ländern bereits viele konkrete Verbesserungen im meist schwierigen Alltag von Frauen erreichen. Der Roland Berger Preis für Menschenwürde und das damit verbundene Preisgeld wird sie dabei unterstützen, ihre Arbeit mit zahlreichen Projekten erfolgreich fortzusetzen.“

In ihrer Laudatio sagte Dr. Maria Furtwängler: „Mit der pakistanischen Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Dr. Asma Jahangir, dem ‚Afghan Women's Network’ und der indischen Organisation ‚Jagori’ zeichnen wir drei Preisträger aus, die in drei verschiedenen Ländern ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Stellung der Frau in der Gesellschaft nachhaltig zu verbessern. Die jüngsten Ereignisse in Indien haben einmal mehr gezeigt, wie sehr die Würde der Frau in manchen Ländern mit Füßen getreten wird. Unsere drei Preisträger sind Hoffnungsträger und Wegbereiter einer gerechten Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichberechtigt nebeneinander stehen.“

Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble würdigte das Jüdische Museum Berlin in seiner Laudatio: „Prof. W. Michael Blumenthal und seine Kolleginnen und Kollegen haben deshalb so großen Erfolg, weil dieses Museum eine Institution geworden ist, die Geschichten von der Würde des Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt.“