Muhammad Yunus ist in Bangladesch geboren; er verließ sein Heimatland, um Wirtschaftswissenschaften in den USA zu studieren. Nach seiner Promotion arbeitete er als Assistant Professor of Economics an der Middle Tennessee State University und übernahm dann die Leitung des Fachbereichs Wirtschaft der Chittagong University in Bangladesch. 1976 wechselte er als Projektleiter zur Grameen Bank in Bangladesch, deren Managing Director er 1983 wurde. Muhammad Yunus ist einer der Pioniere des Konzepts der Mikrokredite. Die Grameen Bank gewährt armen Menschen Kleinkredite, ohne Sicherheiten zu verlangen. Seit 1996 berät Muhammad Yunus die Regierung von Bangladesch. Er ist darüber hinaus Gründungsmitglied der Global Academy of Ashoka, einer internationalen Organisation von und für soziale Unternehmer. Zudem ist er Mitglied des Kuratoriums der deutschen Stiftung Entrepreneurship.
2006 wurde Muhammad Yunus für seine wirtschaftliche und soziale Arbeit mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Ihm wurden zahlreiche weitere Auszeichnungen verliehen, wie der Welternährungspreis, 1994, der Freiheitspreis der Max-Schmidheiny-Stiftung, 1995, der Planetary Consciousness Prize, 1997, und der Sydney-Friedenspreis, 1998, der Seoul-Friedenspreis, 2006, und der Vision Award, 2007. 2008 erhielt er den Corine-Zukunftspreis für sein Buch "Die Armut besiegen". Yunus ist Träger der Ehrendoktorwürde vieler Universitäten weltweit.

