Joschka Fischer wurde 1983 in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. 1985 übernahm er als erster Grünenpolitiker ein Regierungsamt und wurde Staatsminister für Umwelt und Energie in Hessen. 1991 wurde er unter Ministerpräsident Hans Eichel erneut Umweltminister in Hessen.
Im Oktober 1994 wechselte Joschka Fischer als Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen von Hessen zurück in die Bundespolitik. Nach dem Wahlsieg von SPD und Grünen 1998 holte ihn Kanzler Gerhard Schröder als Außenminister und Vizekanzler ins Bundeskabinett.
Nach dem Ende der rot-grünen Regierung 2005 übernahm Joschka Fischer eine Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der amerikanischen Princeton University. 2007 gründete er die Beraterfirma "Joschka Fischer Consulting". Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations.
Joschka Fischer erhielt viele Auszeichnungen: So verliehen ihm die Universitäten von Haifa und Tel Aviv die Ehrendoktorwürde. 2004 erhielt er den Gottlieb-Duttweiler-Preis und 2005 den Leo-Baeck-Preis für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis.

